Notre Dame de Paris - Geschichte des Musicals

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Geschichte des Musicals

Hoor mijn verhaal dat hier begint,
Dat in Parijs zijn oorsprong vindt


Notre Dame de Paris

In dieser französischen Originalfassung steht nicht das Bühnenspektakel, sondern die Beziehung der Hauptcharaktere im Vordergrund. Die Zigeunerin Esmeralda wurde vom Herrn des Mirakelhofs Clopin großgezogen und rettet dem in den geheimen Bund eingetretenen Dichter Gringoire das Leben, indem sie ihn zum Gatten nimmt. Eigentlich schlägt ihr Herz jedoch für den Soldaten Phoebus, der jedoch bereits der 14 jährigen Fleur-De-Lys versprochen ist. Bei einem Rendezvous von Phoebus und Esmeralda verletzt der Abt Frollo, der gegen sein Gelübde sehr starke Emotionen für die tanzende Esmeralda hegt und schon sein verkrüppeltes Mündel Quasimodo erfolglos mit der Entführung der Zigeunerin beauftragt hatte, heimtückisch Phoebus mit einem Messer. Esmerada, der Verführung, Hexerei und versuchten Mordes angeklagt, wird von Frollo unter Folter verhört. Quasimodo gelingt es zwar kurzzeitig die zum Tode durch Erhängen Verurteilte zu befreien, in der Kirche Notre Dame findet die Zigeunerin jedoch nicht das erhoffte Asyl. Von dem einstig geliebten Phoebus wird sie aus der Kirche gezerrt. Quasimodo wird von Frollo aufgehalten, den er in seiner Wut die Treppen der Kathedrale hinabstößt. Doch für Esmeralda kommt seine Hilfe zu spät.

Diese tragische Geschichte wurde Live im 3700 Zuschauer fassenden Palais des Congres in Paris aufgezeichnet. Die über 20 Meter große Bühne wird von einer stilisierten Kathedralenmauer beherrscht, vor der die Hauptakteure agieren. Mit nur wenigen Requisiten (Wasserspeier auf mobilen Wänden, schwebenden Stahlträgern, drei Glocken und einem überdimensionalen Käfig) werden die Stimmungen hauptsächlich durch Lichtwechsel hervorgerufen. Eigentlich passiert auf der Bühne nicht viel. Im Land der Chansons reicht es offensichtlich, wenn die großartigen Hauptdarsteller ihre Balladen und Duette perfekt vortragen (am West End hätte diese Show wohl Mangels Action auf der Bühne schlechte Karten - bleibt abzuwarten, ob die Briten dieses Stück ab dem Frühjahr 2000 ebenfalls in ihr Herz schließen werden). Damit dann doch etwas Schwung in den Laden kommt, werden die Sänger durch ein geradezu artistisches Ballett von Tänzern unterstützt, die mit ausgefallener Choreographie das Seelenleben der Protagonisten künstlerisch perfekt untermalen. 



Wenn jetzt der Eindruck entstanden sein sollte, ich hätte mich bei der Show gelangweilt, sollte ich das schleunigst richtigstellen. Die 51 Stücke des Musicals bestehen aus einer immer wieder überraschenden vielseitigen Mischung aus modern-rhythmischem Rock und klassisch-getragenen Balladen. Eigentlich bin ich kein Freund von Syntheziser-Musicals, aber in diesem Fall unterlegen die 5 (!) Musiker das Stück gekonnt mit einem Klangteppich, der die außergewöhnlichen Stimmen von Bruno Pelletier (Gringoire mit "Le Temps Des Cathedrales” der Geheimtip), Patrick Fiori (Phoebus im uptempo-Hit "Dechire”) und Julie Zenatti (Fleur-De-Lys, bezaubernd im Duett "Ces Diamants-La”) perfekt zur Geltung bringt. Garou als Quasimodo hat rollendeckend eine Stimme, die an Joe Cocker erinnert (und deshalb nicht gerade mein Fall ist). Nur Helene Segara als Esmeralda klingt in dieser Riege manchmal etwas flach ("Ave Maria Paien”).
In dieser Show gibt es neben den bereits erwähnten Ohrwürmern aber auch einen richtigen Hit: mit 2.5 Mio. verkauften Singles, mehreren Music Awards und der Nominierung zum "Lied des Jahrhunderts” ist das Liebeslied von Quasimodo, Follo und Phoebus auf die Schönheit Esmeraldas "Belle” ein wahrer französischer Showstopper.

Die Umsetzung auf DVD und Video ist den Produzenten gelungen. Scharfe Bilder mit wechselnden Close -ups und Totalen mit einigen slow-motion Einblendungen und Standbildern für weiche Übergänge zwischen den Songs lassen den Zuschauer hautnah dabei sein. Über geringe Artefaktbildung in den dunkleren Szenen kann man hinwegsehen. Leider ist der Ton nur in Dolby-Digital 2.0 aufgezeichnet worden, was für diese Art von Events immer noch üblich ist. Deutsche Untertitel helfen auch den Nicht -Franzosen (wie mir), der Handlung wortgenau zu folgen. Ein lohnendes Making Of der Produktion rundet den positiven Gesamteindruck der DVD9, die in einem kleinen Buch mit Hochglanzphotos und dem vollständigen Libretto ausgeliefert wird, ab.


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